Migration in eine Content Mangager Umgebung


Projektaufgabe

Als anstehende Aufgabe in dem eNoteHistory-Projekt ist die Migration des entwickelten eNote-Archivs in eine digitale Bibliothek, undzwar in den IBM Content Manager. Dazu müssen Speicher- und Zugriffsrechte für die Nutzung entwickelt werden. Es wird eine Webpräsentation basierend auf den Daten des Content Managers erstellt, die das Anzeigen von Metadaten und komprimierten Bilder gestattet. Dem Experte ist der Zugriff auf die spezielle Metadaten gestattet, sowie das Ändern von Daten und das Hinzufügen von neuen Notenhandschriften.

Migration in den Content Manager

In einer Diplomarbeit des Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme wurde die Migration in eine Content Manager Umgebung bearbeitet. Dabei kann man die Migration in zwei Schritte unterteilen, welche auch in der rechten Abbildung dargestellt sind:

Migration der UDF

Anschließend erfolgt noch die Migration der Abstandsfunktion in den Library Server des IBM Content Managers. Die UDF wurde in die Library-Server-Datenbank integriert. In der UDF, welche eine Liste mit den ähnlichsten Feature-Vektoren berechnet, benutzt die Datenbanktabellen, um zur Berechnung notwendige Daten zu erhalten. Da durch die Migration die Datenbanktabellen in Item Types konvertiert wurden, ist dies nicht mehr möglich. Deswegen wurden alle SQL-Aufrufe in der UDF in die Anfragesprache des IBM Content Managers umgewandelt.

Architektur

In der folgenden Abbildung sind die Architektur des Systems und der Datenzugriff bildlich dargestellt. Der Nutzer greift weiterhin über die Webseiten des eNoteHistory-Projektes zu. Diese Webseiten werden mit Java Servlets erstellt, auch Anfragen an die Datenbank stellen. Die Daten des eNote-Archivs befinden sind nach der Migration im IBM Content Manager. Mit Hilfe eines Administrator-Servlets kann man einstellen, an welches System die Servlets ihre Anfragen künftig stellen sollen. Die vom Servlet benötigten Anfragen sind in einer abstrakten Backend-Schnittstelle (abstract backend interface) definiert, dessen konkrete Implementierungen in den APIs der entsprechende Systeme erfolgt.

Der Server der Universitätsbibliothek stellt eine Digitale Bibliothek zur Verfügung; weitere Informationen stehen unter Digitale Bibliothek Uni Rostock. Der Nutzer, der auf digitale Dokumente zugreifen möchte, wird zur MyCoRe-Schnittstelle geleitet, welches eine allgemeine Schnittstelle für Digitale Bibliotheken darstellt. Die weitere Anpassung der MyCoRe-Schnittstelle bzw. deren Zugriff auf das eNote-Archiv im Content Manager ist noch in der Entwicklung.

MyCoRe-Projekt

Die Universität Rostock beteiligt sich an dem MyCoRe-Projekt, dessen Ziel es ist, eine einheitliche Infrastruktur einer Digitalen Bibliothek zu bieten. MyCoRe ist ein Open Source Projekt (GNU General Public License) zur Entwicklung eines Systems für Digitale Bibliotheken und Archivlösungen. In diesem Projekt arbeiten Universitäten zusammen, um für derartige Anwendungen einen gemeinsamen Software-Kern zu erstellen. Dieser Kern hat entsprechend der eigenen Bedürfnissen angepasst bzw. erweitert werden. Die Basis bilden Java-Klassenbibliotheken, XML-Techniken und unterschiedliche Datenbank-Backends, sowie IBM DB2 und IBM Content Manager, als auch MySQL und XMLDB-Datenbanken. Weitere Informationen zum MyCoRe-Projekt findet auf der MyCoRe-Homepage.